Samstag, 15. September 2012

Loibere risen

Loibere risen von den boimen hin zu tal, 
des stan blot ir este. 
Blomen sich wisen daz se sint verturben al, 
schoone was ir gleste. 
Sus twinget de rife 
maniger hande wurzel sal, 
des bin ich gar sere betrübet. 
Nu ich zu grife sinte der winder ist so kal 
des wirt newe froide geübet.





Helfet mir schallen hundert tusend vroiden mer, 

wen der maien blüte kan bringen. 
Rosen de vallen an mint vrouwen roter ler, 
davon wil ich singen. 
Twingt mich de kulde, 
al ir wurzel smackes ger 
de sint an ir libe geströwet. 
Wurbe ich ir hulde, son bedracht ich vroiden mer 
sus de minnigliche mich vröwe


Dieser Text stammt von dem mittelalterlichen Autor Wizlaw von Rügen und wurde, wie die meisten sicher wissen, von Faun vertont. 

Ich mag sowohl das Gedicht, als auch das Lied, sehr gerne. 
In mein Kalligraphie-Lyrik-Zeichen-Entwürfe-Buch habe ich den Text einmal abgeschrieben und es mit dem Muster, das ich auf einer Mittelalterborte gesehen habe illustriert.


Vor drei Jahren  habe ich mir ein oranges Fantasykleid genäht, zu dem mich das herbstliche Bruchtal inspiriert hat. Der Schnitt ist selbst gemacht, und ich bin ziemlich stolz darauf, denn er hebt genau die Vorzüge meiner Figur hervor. Gut, die Umsetzung ist wieder eine andere Geschichte *verlegenes räuspern*.  Vielleicht erkennt ihr ja die Borte ^^



Die Ärmel gehen übrigens unter den Trompeten ganz normal eng weiter, damit sie im Herbst (wofür ich das Kleid ja gemacht hatte) nicht so zugig sind

Und heute war ich mit A Colder Sun auf dem Fantastica Festival  in Adlersberg und mein Outfit sollte an eine Herbstfee erinnern. Deshalb habe ich das Kleid zur Verfeinerung der Silhouette mit einem grünen Korsett getragen. Zuerst fand ich den Farbübergang ein bisschen hart, aber das Grün spiegelt sich in der Borte wider, deswegen fand ich es dann doch irgendwie ganz nett (:




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen