Montag, 18. Februar 2013

Ein eisfarbenes Adagio*

Salve, meine Lieben! (Es sind Semesterferien, und mein Latein darf nicht einrosten ^^ )

Ich war dieses Wochenende mit meinem ♥ auf einem Kurztrip in Sachsen, weil wir A Colder Sun von Leipzig abholen wollten, die dort eine Woche bei ihrem Freund war. Und weil wir schon mal "in der Nähe" waren, sind wir Freitag noch auf einen Abstecher nach Dresden gefahren.

Gewohnt haben wir dort in dem verschlafenem, schmucken Viertel Loschwitz (für nur 30€ die Nacht) gleich in der Nähe von den Elbschlössern und der Brücke Blaues Wunder. Nachmittags haben wir dann von einem Freund eine kleine Stadtführung bekommen. Bei der hat man zwar gemerkt, dass unser Führer nicht Geschichte sondern Wirtschaftsingenieurwesen studiert, aber die wichtigsten und schönsten Gebäude haben wir gesehen: Dresdner Zwinger, Semperoper, Frauenkirche, Hofkirche... Und für den einen Abend, wo wir da waren, war das eigentlich auch genug.

(*die seltsam anmutende Synästhesie in meinem Titel bezieht sich auf die Abendstimmung im kalten, leicht überzuckerten Dresden: Man steht auf einer der Elbbrücken, besieht sich das barocke Stadtpanorama, dass in den schönsten eisigen Blau- und Lilatönen gemalt zu sein scheint, ist verliebt und in seinem Herzen spielt ein Adagio von Tomaso Albinoni)






Zufällig hatte ich am Freitag auf der Fahrt nach Dresden Die Autoabfahrt "Moritzburg" entdeckt - ich, der ich seit meinem 4. Lebensjahr "Drei Nüsse für Aschenbrödel" auswendig mitsprechen kann (und seit zwei Jahren den passenden sündhaft teuren (!) rosa-silbernen Brokat für das Ballkleid liegen hab *räusper*), war natürlich völlig aus dem Häuschen, durch Zufall mein Märchenschloss entdeckt zu haben und musste am nächsten Tag unbedingt dorthin. Mein ♥ hat das bereitwillig mitgemacht und hat damit seine Perfektheit bewiesen *u*
Dort angekommen mussten wir natürlich erstmal einen Spaziergang um den See machen - und zwar mit dem von meinem Telephon abgespielten Soundtrack in Hintergrund.





An diesem Tag haben wir zweimal unseren Autoschlüssel verloren, bei zweiten Mal im verschneiten Wald und nach der ganzen Aufregung und der Stunden in der Kälte war es herrlich, nach Leipzig zu kommen und die von Mr. und Mrs. Colder-Sun zubereitete Kartoffel-Cambembert-Suppe zu genießen (:


Am nächsten Tag wurden uns noch das Völkerschlachtsdenkmal...


... und der Südfriedhof gezeigt. Leider bei furchtbar nass-kaltem Wetter. *brr*





Der Freund von A Colder Sun wollte dann noch ein Pärchenbild von uns machen, und A Colder Sun meinte, wir sollen uns vor römisch anmutende Säulen stellen, die unser gemeinsames Studienfach - Latein, wer hätte es gedacht - repräsentieren und wir sollen schauen wie auf dem Plakat zu einem Monumentalfilm der 50er oder 60er. Ein wenig albern, aber ich habe mich heute aus dem Unwillen heraus, Vokabeln zu lernen, ein bisschen damit gespielt:


und zum Schluss noch ein letzter Blick aus dem Fenster. Entstanden am 9. Februar





PS.: weiß von euch vielleicht jemand, wie man Instagrambilder, ohne sein Smartphone zu benutzen, direkt in einen Blogeintrag einbauen kann? Ich hab mich da jetzt ziemlich ärgern müssen.